[Klimaschutz auch als nationaler Alleingang]: Deutschland soll seine Treibhausgasemissionen signifikant reduzieren, selbst wenn es kein international koordinierten Klimaschutz gibt, der die Umsetzung hinreichend absichert. #pro

# Pro-Argument

<Unilaterale Klimapolitik>: "in Situationen, in denen die Gefahr nicht sicher abgewandt werden kann, muss ggf. auf Abwehrmaßnahmen zurückgegriffen werden, die unsicher sind." #pro 

(1) Wenn (i) katastrophale Folgen kollektiven Handelns nur im Kollektiv vermieden werden können und wenn (ii) es wenig aussichtsreich ist, dass hinreichend viele Parteien sich zum kollektiven Handeln zusammenschließen und wenn (iii) einzelne Mitglieder des Kollektivs über Handlungsoptionen verfügen, mit denen das Ausmaß der katastrophalen Folgen gemindert wird und es möglich bleibt, dass kollektives Handeln induziert wird, und wenn (iv) das Ausführen dieser Handlungsoptionen keine ungerechte Belastungen für die Akteure mit sich bringen, dann sollen die einzelnen Akteure die ihnen zur Verfügung stehenden Handlungsoptionen ausüben. 
(2) Moralisch inakzeptable Folgen des Klimawandels können mit Sicherheit nur durch international koordiniertes Handeln vermieden werden.
(3) Es ist wenig aussichtsreich, dass ein global koordinierter Klimaschutz im hinreichend starken Maße gelingt. .y.
(4) Wenn Deutschland unilateral Klimaschutzmaßnahmen ergreift (z.B. Erhöhung der CO2-Steuer), dann wird das Ausmaß der katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels unterproportional verringert. .y. #pro
(5) Wenn Deutschland unilateral Klimaschutzmaßnahmen ergreift (z.B. Erhöhung der CO2-Steuer), dann ist es möglich, dass die unilaterale Klimaschutzpolitik Nachahmer in anderen Ländern findet. .y. #pro
(6) [Verhältnismäßigkeit]: Deutschland kann seine THG-Emissionen signifikant im nationalen Alleingang reduzieren, ohne dass seine Bewohner\*innen dadurch unverhältnismäßig hohe Nachteile tragen müssen: z.B. durch CO2-Bepreisung und Umverteilung der Einnahmen. .?. #unkl
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(7) [Klimaschutz auch als nationaler Alleingang]: Deutschland soll seine Treibhausgasemissionen signifikant reduzieren, selbst wenn es kein international koordinierten Klimaschutz gibt, der die Umsetzung hinreichend absichert. #pro

## Argumente für die Verhältnismäßigkeit

<Historische Verantwortung>: Angesichts der historischen THG-Emissionen eines Industrielandes wie Deutschland ist es gerecht, wenn es Risiken für sein Wohlergehen auf sich nimmt, um die Folgen der Erderwärmung abzumildern. #pro
 +> [Verhältnismäßigkeit]

<Kontrollierbarkeit der Risiken>: Die Gefahren aus einer unilateralen Klimaschutzpolitik Deutschlands für das Wohlergehen ihrer Bürger\*innen sind besser steuerbar als die Gefahren für das Wohlergehen zukünftiger Generationen aus der Erderwärmung #pro
 +> [Verhältnismäßigkeit]

# Gegen die Vorreiter-Rolle: Unverhältnismäßigkeit

<Klimaschutzpolitik im nationalen Alleingang bringt unverhältnismäßig hohe Belastungen>: ambitionierte Klimaschutzpolitik wird zu signifikanten Belastungen aller Bürger\*innen führen und eine finanzielle Kompensation wird nicht alle moralisch signifikanten Benachteiligungen ausgleichen können. #contra
  -> [Verhältnismäßigkeit]
Argument Map cluster_1 Pro-Argument cluster_2 Argumente für die Verhältnismäßigkeit cluster_3 Gegen die Vorreiter-Rolle: Unverhältnismäßigkeit n0 Klimaschutz auch als nationaler Alleingang Deutschland soll seine Treibhausgasemissionen signifikant reduzieren, selbst wenn es kein international koordinierten Klimaschutz gibt, der die Umsetzung hinreichend absichert. n1 Verhältnismäßigkeit Deutschland kann seine THG-Emissionen signifikant im nationalen Alleingang reduzieren, ohne dass seine Bewohner*innen dadurch unverhältnismäßig hohe Nachteile tragen müssen: z.B. durch CO2-Bepreisung und Umverteilung der Einnahmen. ❓ n2 Unilaterale Klimapolitik "in Situationen, in denen die Gefahr nicht sicher abgewandt werden kann, muss ggf. auf Abwehrmaßnahmen zurückgegriffen werden, die unsicher sind." n1->n2 n2->n0 n3 Historische Verantwortung Angesichts der historischen THG-Emissionen eines Industrielandes wie Deutschland ist es gerecht, wenn es Risiken für sein Wohlergehen auf sich nimmt, um die Folgen der Erderwärmung abzumildern. n3->n1 n4 Kontrollierbarkeit der Risiken Die Gefahren aus einer unilateralen Klimaschutzpolitik Deutschlands für das Wohlergehen ihrer Bürger*innen sind besser steuerbar als die Gefahren für das Wohlergehen zukünftiger Generationen aus der Erderwärmung n4->n1 n5 Klimaschutzpolitik im nationalen Alleingang bringt unverhältnismäßig hohe Belastungen ambitionierte Klimaschutzpolitik wird zu signifikanten Belastungen aller Bürger*innen führen und eine finanzielle Kompensation wird nicht alle moralisch signifikanten Benachteiligungen ausgleichen können. n5->n1
Dialektik der eigentlichen Kontroverse über die Verhältnismäßigkeit nationalen Alleingangs